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In Köln unterwegs

In Kürze: Köln hat was, immer. Basketball ist ein interessanter Sport. Es ist gut wieder mal ein HRC besucht zu haben.

Köln, ein Tag ein Event.

Einem Werbeaufruf folgend bin ich letztes Wochenende nach Köln gefahren. Am Sonntag spielten die Kölner 99er gegen die DB Skyliners aus Frankfurt. Richtig, ich meine Basketball.
Die Eintrittskarten bekam ich als Werbegeschenk eines meiner Werbepartner der daraus ein Werbeevent machte, ich war also nicht der Einzige der eingeladen wurde. Das Spiel war schnell, ereignisreich, spannend und sehr interessant.

Köln - Frankfurt - Basketball

Köln hat zwar verloren, trotzdem ein sehr schönes Spiel. Während der Veranstaltung hatten wir alle Klatschstangen mit Werbeaufdrucke zur Verfügung, die sicherlich auch für andere Sportveranstaltungen interessant sein können. Mit meinem Werbepartner werde ich das mal besprechen ob sowas möglich ist.


Auch die Skyliners waren im Hard-Rock-Cafe.

Nach der Veranstaltung wurde noch das Hard-Rock-Cafe in Köln aufgesucht um einiges für die Nahrungsaufnahme zutun. Da die Frankfurter Skyliners auch diese Idee hatten und somit auch im HardRock-Cafe vertreten waren, dauerte unsere Bestellung etwas länger. Die Skyliners bestellten fast alle Steaks und der Grill war dadurch "belegt".
Ich kaufte mir abschließend noch einige neue Pins für meine Sammlung.

Und was noch? Bleeding Through, Underoath und Deichkind

Bleeding Through sind diesen Sommer auf vielen Festivals vertreten wie zum Beispiel dem Pressure Fest, dem Summerblast in Trier oder auch dem großen Graspop in Belgien. Zwischen all ihren Festivalshows spielen die Jungs und das Mädel noch einige Einzelshows. So auch am 22.6.08 im Kölner Underground (Köln-Ehrenfeld, Vogelsanger Str. 200). Mit im Gepäck haben die die Straight Edge Hardcore/Metalcore/Pantera-für-Arme-/Hardcore/Metalcore - Helden von Throwdown und die Durchstarter von Job For A Cowboy.
Als erste dürfen sich Throwdown die Ehre geben den nur mit ca. 100 Nasen gefüllten Raum mit ihrem Gebrau aus Hardcore, Metal und ganz viel Pantera (fast schon zu viel) zu beackern. Die Tanzfläche ist bis auf vier enthusiastische Fans leer. Dennoch gibt sich die Band Mühe und schafft es sogar die Leute näher an die Bühne zu holen. Man merkt, dass Throwdown zusehr auf Songs ihres letzten Albums "Venom & Tears" setzen. Denn wie jeder weiß kann man sich lieber gleich Pantera anhören als sich durch das eher langweilige Werk der Straight Edge Formation zu kämpfen. Drum ist auch "Forever" DER Song der Band und kriegt auch die meisten Publikumsreaktionen mit. Nach 25 Minuten verabschieden sich die fünf Amerikaner dann auch.
Als nächste stehen dann die Deathcore/Death Metal Jungs von Job For A Cowboy auf dem Plan. Auf allen Postern als Headliner angekündigt mussten sie doch den viel mächtigeren Bleeding Through weichen. Die Band gibt sich gut eingespielt auf der Bühne und weiß das Publikum zu begeistern. Die Violent Dancer mit ihren New Era Caps haben sich nach hinten verzogen und vorne stehen viele Kids, die sich die Rübe kaputtbangen zu Songs von "Genesis" und der kultigen EP "Doom". Dennoch wirkt der ganze Gig auf mich etwas langatmig. Immerhin hat die band ganze 35 Minuten Spielzeit und auf Dauer wirkt das Material bis auf einzelne Ausnahmen doch etwas gleichförmig ohne große Höhepunkte. Einzig das abschließende "Knee Deep" überragt wirklich.

Also nach zwei eher mauen Vorbands kommen dann die Metalcore-Könige von Bleeding Through auf die Bühne. Die Headbanger haben sich wieder nach hinten verdrückt und es findet sich nun ein buntes Gemisch aus Hardcore-Kids, Metalheads, Fashion Victims und dergleichen vor der Bühne wieder. Die Band aus Orange County beginnt souverän mit "For Love And Failing". Sänger Brandon rennt wie besessen über die kleine Bühne des Kölner Clubs. Seine Band gibt sich auch alles andere als Bewegungssteif und das Publikum tut es ihnen gleich. Bleeding Through legen eine sehr gute Show hin die mit einem guten Mix aus den beiden letzten Album "This Is Love, This Is Murderous" und "The Truth" besteht. Dazu noch den Gassenhauer "Rise" vom zweiten Album "Portrait Of The Goddess" und zwei neue Songs, die recht brutal dröhnen und wie eine Mischung aus "This Is Love, This Is Murderous", "Portrait Of The Goddess", einer gehörigen Menge Thrash Metal und dicken Keyboardteppichen klingen. Also ist die Vorfreude auf das im August erscheinende fünfte Werk des Metalcore-Sechses mehr als nur geweckt. Nach 45 schweißtreibenden Minuten für Band und Publikum verabschiedet sich die Band mit "Kill To Believe".
Das diese Show von Bleeding Through zu gut war, muss nicht gesagt werden. Wer nicht genug von den sechs Amis bekommen kann bzw. die Band verpasst hat kann dies im November nachholen wenn sie für Bullet For My Valentine und Lacuna Coil eröffnen. Alles auch nachzulesen im Netz, den Bleeding Through sind unter gleichem Namen bei MySpace vertreten.


Nach zwei Jahren Europa-Abstinenz kehren die Bibel festen Jungs von Underoath zurück zum alten Kontinent und geben in good old Germany zwei Konzerte. Das erste dieses riesigen Tourzykluses findet im schicken 500 Mann fassenden Luxor (ehemals Prime Club) in Köln (Luxemburger Straße 40, 50674 Köln Neustadt-Süd) am 17.9.08 statt. Als Vorband dürfen sie die deutschen Narziss die Ehre geben. Selbige starten mit einem schönen Piano-Intro wie man es auch von Heaven Shall Burn gewohnt ist. Die Band scheint es Narziss auch angetan zu haben, immerhin klingen sie wie die Emo-Version der Ostdeutschen, nur kommen sie niemals an die Klasse des Originals ran. Schwedische Riffs treffen auf spärlich auftauchende 0815-Breakdowns und den ein oder anderen klar gesungenen Refrain, den Caliban so ähnlich schon 2004 gebracht haben. Beim Publikum kommt die Band anscheinend auch nicht so gut. Mehr als Anstandsapplaus und einen Moshpit mit drei, vier Mann gibt es nicht. Die Wall Of Death sieht auch ganz schön unspektakulär aus und Narziss ernten den größten Beifall bei der Ansage, dass dies ihr letzter Song ist. Dies sagt eigentlich schon alles über die Wichtigkeit und Klasse des Auftritts aus.

Wie es besser geht zeigen Underoath, die nach einer 40 minütigen Umbaupause um kurz nach 22 Uhr die Bühne des Luxors erklimmen und mit "Breathing In A New Mentallity" sofort Vollgas geben. Das Publikum tut es ihnen gleich und geht sofort steil. Da kreisen die Körper, da wird mitgesungen, da geht einfach alles auf der Tanzfläche! Diese Euphorie will auch die nächsten Songs über nicht schwinden. So werden Songs wie "In Regards To Myself", "The Impact Of Reason" oder das geniale "It's Dangerous Business Walking Out Your Front Door" (inklusive Kirchenchor vom Band) lautstark mitgesungen und abgefeiert. Der Band selber scheint dies zu gefallen und tobt über die Bühne. Erstaunlich ist auch, dass Drummer Aaron den klaren Gesang überraschend gerade hinbekommt. Da ist man von seinem Atreyu-Kollegen auch anderen gewohnt. Sänger Spencer gibt sich ebenfalls von seiner besten Seite und brüllt und kreischt sich die Seele aus dem Leib. Zudem überrascht er aber auch mit dem ein oder anderen Gesang wie im atmosphärischen und ruhigen "To Whom It May Concern", der sieben Minuten lange Schlusstrack des 2006er Erfolgsalbums "Define The Great Line", welcher für den ein oder anderen wohligen Schauer verantwortlich ist. Nach 45 schweißtreibenden Minuten verabschieden sich Underoath von der Bühne um für drei Songs wieder zu erscheinen. Natürlich rechnet man jetzt auf jeden Fall mit den Hits "Reinventing Your Exit" und dem Gassenhauer schlechthin "When The Sun Sleeps", doch weit gefehlt! Letztgenannter Song wird zwar angespielt, aber erstummt nach drei Takten wieder. Beendet wird der 60 Minuten lange Auftritt mit dem euphorisch aufgenommenen "A Boy Brushed Red Living In Black And White" beendet. Zurück bleibt die Gewissheit eine der heißesten Bands im Core-Zirkus gesehen zu haben, die sich heute auf eine ziemlich kurze Gottespredigt beschränkt hat. Jeder der dies verpasst hat kann einem Leid tun, aber Spencer versprach, dass sie bald wieder kommen werden. Und dies dauert hoffentlich nicht wieder 2 Jahre.


Das deutsche Electro/Hip Hop-Flaggschiff Deichkind eröffnet auf dieser Show in der Rheinparkhalle am 26.9.08 die Fotoausstellung "Fotokina" in Köln. Ich selber muss gestehen Deichkind immer nur ganz nett gefunden zu haben ohne jetzt wirklich den Drang zu haben zu einem Konzert zu gehen. Doch wie der Teufel es will haben ein Freund und ich die Karten in einem kleinen Kölner Plattenladen umsonst bekommen, weil wir dort eingekauft haben. Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul und so geht man auch zum Konzert. Ohne wirklich große Erwartungen stehen wir nun in den Kölner Rheinparkhallen, die zum Kölner Messegelände gehören, und werden doch mehr als nur positiv von der Show der Hamburger Jungs überrascht, die zu Beginn des Auftritts aus einem UFO auf die Bühne kommen und eine total grotesque Show abliefern, wo immer wieder mehrere Statisten auf die Bühne kommen, man auf einem Trampolin rumspringt oder auch auf dem guten alten Crosstrainer rumturnt. Geboten werden Songs vom Erfolgsalbum "Aufstand Im schlaraffenland" mit dem sie einen Stilwechsel von Hip Hop der Hamburger Schule zu elektronischer Musik vollzogen und damit auch irhen Übersong "Krawall Und Remmidemmi" auf eben diesem Album vertreten haben. Dazu gesellen sich anscheinend auch Songs vom neuen, am 17. Oktober erscheinenden neuen Album, die in eine ähnliche Kerbe schlagen wie die Songs von "Aufstand Im Schlaraffenland" und somit auch von den gut 2000 Zuschauern abgefeiert werden. Das Publikum ist eh buntgemischt von Partymäusen zu Indie-fans zu Scene-Kids und selbst Metal-Fans sind hier anzutreffen und alle zusammen machen party zu Songs wie "Voodoo", "Aufstand Im Schlaraffenland", "E.S.D.B." oder dem sogar direkt zweimal gebotenen Hit "Krawall Und Remmidemmi", der im Zugabenteil ein zweites Mal auftaucht zusammen mit dem ersten Hit der Band "Bon Voyage", der zudem der einzig alte Song zu scheinen ist. Nach guten 70 Minuten verabschiedet sich die Band mit den komischen Kostümen von der Bühne und lässt das Publikum weiter in den Rheinparkhallen verweilen wo noch andere DJs auflegen auf einer anderen Bühne.

(Quelle: Sebastian Berning)