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In London unterwegs

In Kürze: London ist mega stark, einfach toll. Es ist nur sehr teuer dort.


London, Twickenham Stadium.

Iron Maiden laden zur speziellen 80er Tour ein, nach London ins Twickenham Stadium am 5. Juli 2008. Sie spielen nur Songs von ihren Album zwischen dem selbstbetitelten Debüt bis einschließlich dem 1992er Werk "Fear Of The Dark", nach dem Sänger Bruce Dickinson bekanntlich den Rücktritt bekannt gab. Diese Sommertour lässt mich sich also als Fan natürlich nicht entgehen, zumal mal mit dem amerikanischen Avenged Sevenfold, den niederländischen Gothic Metallern Within Temptation und Iron Maiden Bassisten Tochter Lauren Harris starken Support mit dabei hat. Als erste darf die junge Lauren Harris wie schon auf den letzten beiden Iron Maiden Touren auf die Bühne. Ohne Frage: Ohne ihren Vater aus dem Maiden-Lager wäre das Mädel nichts. Ihre Songs sind eher durchschnittliche Rock-Songs, sie selber hat auch nur ein recht nettes Stimmchen und ihre Musiker sind auch an den Instrumenten eher bescheiden. Da hätte Papa Steve seiner Tochter ruhig ein paar bessere Musiker bezahlen können. Der Iron Maiden Fanclub in den ersten Reihen feiert sie trotzdem ab, der rest des Publikums ist eher damit beschäftigt, das gut 82.000 Menschen füllende Twickenham Stadium und die Merchandise Stände zu betrachten.

Iron Maiden mit Avenged Sevenfold, Within Temptation und Lauren Harris.

Als nächste an der Reihe sind die Niederländer um Sängerin Sharon DenAdel - heute auch ohne Plastikbäume als Bühnendeko und komische Kleider. So sind sie auch ganz erträglich anzuschauen. Within Temptation scheinen auch auf das moderne Material ihres letzten Albums "The Heart Of Everything", welches bei den Briten auch ganz gut anzukommen scheint. Nach guten 40 Minuten war dann aber auch schon Schluss für die Niederländer, die ihr Set ihrem großen Hit 'Ice Queen' beenden. Nach einer halbstündigen Umbaupause erscheinen die amerikanischen Rocker von Avenged Sevenfold, die mit ihrem Sound irgendwo zwischen Iron Maiden, Skid Row, Metallica und neuen My Chemical Romance schon die USA im Sturm eroberten. Im UK sind sie auch schon eine recht gute Adresse, wie auch ihre Show hier in London beweist. Die Band wird gefeiert, die Songs werden mitgesungen, der Moshpit brodelt und auf der Bühne erlebt man eine gut eingespielte Band, die sichtlich Spaß an der Show hat. Es werden nur Songs der letzten beiden Alben "City Of Evil" und "Avenged Sevenfold" geboten, diese werden dafür aber auch richtig abgefeiert. Unter anderen befinden sich auf der Setlist "Afterlife", "Bat Country", "Beast And The harlot", die schicke Ballade "Gunslinger" sowie das fast schon Musical-artige "A Little Piece Of Heaven" mit Orchester vom Band. Am Ende gibt es dann doch noch einen Song vom zweiten Album "Waking The Fallen" und zwar der Song, den der Band den Durchbruch in den USA bescherrte: "Unholy Confessions"! Dieser muss allerdings abgebrochen werden, da sich ein fan verletzt hat und dies Sänger M. Shadows aufgefallen ist. Eine Geste vor der man seinen Hut ziehen sollte, denn so kann die Security den Mann weitaus besser erreichen und verarzten. Nach diesem geilen Auftritt kamen die britschen Metal-Götter von Iron Maiden auf die Bühne. Die Band spielt vor einer riesigen Kullisse, die an den Aufbau zur 1984er Tour zu "Powerslave" erinnert. Soundtechnisch ist auch alles bestens. Die gut 82.000 Besucher feiern die Band ab und ihre großen Hits aus den 80ern, in denen sie einen Klassiker nach dem anderen veröffentlichten. Auf der Bühne präsentiert sich eine bestens aufgelegte Band, die sichtlich auch Spaß daran hat all die alten Songs zu spielen. Unter anderem werden Songs wie "Powerslave", "The Number Of The Beast", "Two Minutes To Midnight", "The trooper" oder das dreizehn Minuten Epos "Rime Of The Ancient Marriner" geboten - immer inklusive dem entsprechenden Backdrop oder Verkleidung von Bruce Dickinson. Somit wird nicht nur dem Gehör sondern auch den Augen einiges geboten. Nach fast zwei Stunden purer Magie ist dann aber auch Schluss mit der Sause und Iron Maiden verabschieden 82.000 glückliche Fans in die Nacht.

Und was noch?

Das Video:

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